FAQ Nachhaltigkeit & ESG 

Die Anforderungen an die Nachhaltigkeit entwickeln sich rasch weiter. Firmen sind zunehmend gehalten, ihre Umweltleistung messbar zu erfassen und zu dokumentieren, eine verantwortungsvolle Beschaffungspolitik nachzuweisen und ihre Prozesse der Unternehmensführung transparent darzustellen. Dies gilt sowohl intern als auch entlang der gesamten Lieferkette. 

Die vorliegenden FAQ versammeln die Fragen zum Thema Nachhaltigkeit, die uns Kunden und Teams in der Beschaffung am häufigsten stellen. Die Antworten sollen die Qualifizierung von Zulieferern, ESG-Audits, die CSR-Berichterstattung und die Projektdokumentation unterstützen. 

Gibt es in Ihrem Unternehmen eine offizielle CSR- bzw. Nachhaltigkeitsrichtlinie?

Ja. AFPRO verfügt über eine strukturierte Nachhaltigkeitsstrategie, die gestützt wird durch: 
• einen veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht, 
• eine nachhaltige Beschaffungspolitik, 
• einen Verhaltenskodex, 
• ein Mitarbeiterhandbuch, das Governance– und Ethikstandards abdeckt. 

Veröffentlichen Sie einen CSR- bzw. Nachhaltigkeitsbericht?

Ja. AFPRO veröffentlicht einen Nachhaltigkeitsbericht, in dem messbare Ziele, Fortschritte und Kennzahlen festgehalten sind. Der Bericht enthält Daten zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen, zur Reduzierung von Verpackungsmaterialien, zur Auswahl von Zulieferern für die Beschaffung sowie zur Produkttransparenz. 
Hier geht es zu unserem CSR-Bericht. 

Wie sorgen Sie für eine ethisch verantwortungsvolle Unternehmensführung?

Für AFPRO gilt ein formales Rahmenwerk für die Unternehmensführung, das folgende Bestandteile umfasst: 
• einen Verhaltenskodex 
• ein Handbuch für Mitarbeitende, das ethische und operative Standards festlegt 
• Compliance-Richtlinien zu den Themen Korruptionsbekämpfung, fairer Wettbewerb und Datenschutz. 
Die darin niedergelegten Grundsätze entsprechen den in Beschaffungsprozessen gestellten, in üblichen Verhaltenskodizes für Zulieferer enthaltenen Anforderungen. 

Wird Ihr Unternehmen durch eine unabhängige ESG-Organisation bewertet?

Ja. AFPRO Filters hat im Dezember 2025 einmal mehr die Silbermedaille von EcoVadis erhalten. Damit rangiert das Unternehmen in Bezug auf seine Nachhaltigkeitsleistung unter den besten 25 % aller Unternehmen weltweit. In diesem Jahr konnten wir unsere Bewertung von 69 auf 74 Punkte verbessern. Die unabhängige Bewertung umfasst das Umweltmanagement, Aspekte der Geschäftsethik, Arbeitnehmer- und Menschenrechte sowie die verantwortungsvolle Beschaffung. 

Klimaschutz und Umweltauswirkungen 

Erfassen und melden Sie Ihre Treibhausgasemissionen?

Ja. AFPRO überwacht die durch das operative Geschäft verursachten Emissionen sowie den Energieverbrauch an allen Unternehmensstandorten. 
Dabei konzentrieren wir uns aktuell auf folgende Punkte: 
• Monitoring der Emissionen in Scope 1 und 2 
• Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energiequellen am Stromverbrauch 
• Steigerung der betrieblichen Energieeffizienz 
• fortlaufende Strukturierung von Daten zur effektiveren Erfüllung der Berichtspflichten in Scope 3 (Wertschöpfungskette) 
Aktuell stammt der in unseren Logistikzentren verbrauchte Strom bereits zu 100 % aus erneuerbaren Quellen. Über alle Standorte hinweg machen erneuerbare Energien derzeit 22 % des Stromverbrauchs aus. Dieser Anteil soll im Rahmen der Umstellungsplanung weiter gesteigert werden. 

Hat sich Ihr Unternehmen Klimaziele gemäß anerkannten Rahmenwerken wie SBTi gesetzt?

Die von AFPRO verfolgte Klimastrategie folgt den Grundsätzen der Science-Based Targets Initiative (SBTi). 
Unsere Maßnahmen konzentrieren sich auf: 
• Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Stromverbrauch 
• Minderung der Emissionen im operativen Geschäft 
• Erhöhung der Umwelttransparenz auf Produktebene 
Dank dieses strukturierten Ansatzes können wir unsere Maßnahmen zum Klimaschutz an den internationalen Klimazielen ausrichten. 

Weshalb werden Daten zur Nachhaltigkeit von Zulieferern immer wichtiger?

Viele Unternehmen bewerten inzwischen nicht mehr nur die Umweltauswirkungen ihrer eigenen Tätigkeit, sondern auch die Auswirkungen der von ihnen bezogenen Produkte. Die von Zulieferern stammenden Emissionen (Scope 3) können einen erheblichen Teil der CO2-Bilanz des Unternehmens ausmachen. 
Mithilfe transparenter Nachhaltigkeitsdaten können Kunden ihre umweltbezogene Berichterstattung und Bewertungen im Rahmen der Beschaffung noch aussagekräftiger gestalten. 

Umweltdaten für Produkte 

Stellen Sie Umweltproduktdeklarationen (EPDs) bereit?

Ja. Umweltproduktdeklarationen haben wir bereits für 60 % unseres Produktportfolios erstellt. Grundlage hierfür waren Lebenszyklusanalysen (LCA), die gemäß den Normen ISO 14025 und EN 15804 durchgeführt wurden. So ist sichergestellt, dass für die Lebenszyklusanalysen auf eine standardisierte Methodik zurückgegriffen wird. Die genannten Normen beinhalten jedoch keine externe Verifizierung (durch unabhängige Stellen). Daher sind unsere EPDs auch noch nicht extern verifiziert. 
Hier geht es zu unseren EPDs. 

 

Lassen sich Ihre Umweltdaten für Gebäudezertifizierungssysteme nutzen?

Ja. Unsere EPDs enthalten verifizierte Daten zu Umweltauswirkungen, die für die Nachhaltigkeitsdokumentation für Gebäudezertifizierungssysteme wie BREEAM, LEED oder HQE nutzbar sind. Projektteams können auf diese Daten zurückgreifen, um die Umweltauswirkungen von Filtrationslösungen zu bewerten und zu vergleichen. 

Verfügen Sie über Daten zur CO2-Bilanz auf Produktebene?

Die in unseren EPDs enthaltenen Indikatoren der Umweltauswirkungen liefern quantifizierte, auf Lebenszyklusanalysen basierende Daten. Die Daten werden nach der „Cradleto-Gate“-Methodik berechnet und lassen sich je nach Projektanforderungen auch für breiter angelegte Lebenszyklusanalysen erweitern. 
Die genannten Informationen können auf Produktebene in Umweltanalysen und Nachhaltigkeitsberichte im Rahmen von Bauvorhaben oder Beschaffungsprozessen einfließen. 

Produkte und Energieeffizienz 

Welchen Beitrag leisten Ihre Produkte zur Emissionsminderung bei Ihren Kunden?

Der Energieverbrauch macht den größten Anteil der Gesamtlebenszykluskosten von Filtrationssystemen aus. In üblichen HLK-Anlagen mit etwa 6.000Jahresbetriebsstunden kann der Posten Energie ca. 70 % der Gesamtkosten der Filtration ausmachen. 
Die AFPRO-Filter der Energieeffizienzklasse A+ können bei gleichbleibend hoher Filtrationsleistung den Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen reduzieren. 
Wir stehen gern zur Verfügung, um für Sie ausgehend von realen Betriebsbedingungen projektspezifische Leistungsvergleiche zu erstellen. 

Kann AFPRO Filtrationslösungen hinsichtlich ihrer Emissionen und ihres Energieverbrauchs vergleichen?

Ja, AFPRO kann Vergleichsanalysen zwischen Standardfiltern und energieeffizienten Lösungen durchführen. 
In diesen Vergleichen lassen sich die Abweichungen bei CO2-Ausstoß und Energieverbrauch quantifizieren. So können unsere Kunden CO2-arme Alternativen prüfen. 

Erfüllen Ihre Filter die Anforderungen der gängigen ISO-Normen?

Ja. AFPRO-Filter werden nach ISO 16890 geprüft und eingestuft. Die Norm bietet ein standardisiertes Klassifizierungssystem für die Filtrationseffizienz bei Feinstaubpartikeln. So können wir transparente und vergleichbare Leistungswerte dokumentieren. 
Hier gelangen Sie zu weiteren Informationen über die Norm ISO 16890. 

Kreislaufwirtschaft und Abfallreduzierung 

Bieten Sie kreislauffähige oder wiederverwendbare Filtrationslösungen an?

Ja. AFPRO entwickelt zirkuläre Filtrationslösungen mit dem Ziel der Abfallreduzierung. Ein Beispiel ist das System APMR, das folgende Komponenten umfasst: 

  • wiederverwendbarer Metallrahmen
  • austauschbares, in einem thermischen Prozess plissiertes Filtermedium der Klasse ISO Coarse 70 %

Da in diesem Fall nur das Filtermedium ausgetauscht werden muss, reduziert sich die Abfallmenge erheblich. Die Lösungen lassen sich in von Kunden erstellte „grüne Kataloge“ oder in deren Auswahl CO2-armer Produkte aufnehmen. 

Haben Sie Initiativen zur Abfallreduzierung umgesetzt?

Ja. Zur Reduzierung von Materialabfällen hat AFPRO mehrere Initiativen umgesetzt: 

  • Reduzierung von Verpackungsabfällen um 30 %
  • 72 % der Verpackungen aus recyceltem FSC-Karton
  • 100 % recyclingfähige Stretchfolie für Palettenumwicklung
  • Reduzierung der Stahlabfälle von 25 auf 0 % 

Die genannten Maßnahmen mindern die Umweltauswirkungen im vorgelagerten Bereich. 

Verantwortungsvolle Lieferkette 

Bewerten Sie Zulieferer anhand von ESG-Kriterien?

Ja. Unsere Richtlinie für die nachhaltige Beschaffung legt fest, dass Zulieferer anhand von ESG-Standards und Grundsätzen der Geschäftsethik zu bewerten sind. Die Bewertung umfasst Umweltauswirkungen, Aspekte der Geschäftsethik, den Umgang mit Arbeitnehmern sowie die Einhaltung internationaler Standards. Aktuell stammen 38,2 % unseres Gesamteinkaufsvolumens von regionalen Zulieferern. So mindern wir Lieferkettenrisiken und die Umweltauswirkungen des Transports. 

Kann AFPRO Zulieferer-Nachhaltigkeitsbewertungen und -audits vorlegen?

Ja. Die Filtrationslösungen von AFPRO lassen sich in von Kunden erstellte „grüne Kataloge“ oder Richtlinien für nachhaltige Beschaffung aufnehmen. Wir stellen auf Anforderung eine strukturierte Nachhaltigkeitsdokumentation mit folgenden Bestandteilen zur Verfügung: 

  • Nachhaltigkeitsbericht
  • Ergebnisse der EcoVadis-Bewertung
  • Umweltproduktdeklarationen
  • Produktzertifizierungen und technische Dokumentationen 

Bei Bedarf lassen sich die Daten in strukturierten Formaten übermitteln und in Beschaffungssysteme oder Zuliefererdatenbanken von Kunden integrieren. Die genannten Dokumente unterstützen unsere Kunden beim Ausfüllen von Formularen zur Qualifizierung von Zulieferern, Nachhaltigkeitsbewertungen und ESG-Audits. 

Kontakt und Informationen zur Nachhaltigkeit 

Wer ist bei AFPRO für das Thema Nachhaltigkeit zuständig?

Bei AFPRO Filters wird das Thema Nachhaltigkeit auf Konzernebene verantwortet und fließt von dort aus in den gesamten Geschäftsbetrieb, die Beschaffung und die Produktentwicklung ein. Wenden Sie sich gern unter [email protected] an uns, wenn Sie ESG-Dokumentationen oder Zuliefererbewertungen benötigen oder weitere auf das Thema Nachhaltigkeit bezogene Fragen haben.